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Haus und Garten
9. Januar 2026

Wenn das Fenster beschlägt: Belüftung, Beschattung und weitere Tipps

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Wenn das Fenster beschlägt: Belüftung, Beschattung und weitere Tipps
Beschlagene Fensterscheiben sind in vielen Haushalten in den Wintermonaten ein häufiges Problem. Auf den ersten Blick mag es nur eine ästhetische Unannehmlichkeit sein, doch in Wahrheit deutet Kondenswasser an den Fenstern auf zu hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum oder mangelhafte Belüftung hin. Tritt das Problem wiederholt auf, kann es zu Schimmelbildung oder Schäden an den Fensterrahmen führen. Nehmen wir in den Fokus, warum Fenster beschlagen und wie man dem effizient vorbeugen kann.

Warum beschlagen Fenster?

Fenster beschlagen, wenn warme, feuchte Luft im Innenraum auf die kalte Glasoberfläche trifft. Dabei kondensiert Wasser in Form winziger Tröpfchen – ähnlich wie an einem kalten Trinkglas im Sommer. Die häufigsten Ursachen sind:

  • hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung,
  • unzureichende Belüftung,
  • niedrige Oberflächentemperatur der Glasscheiben oder der Rahmen,
  • mangelhafte Montage oder eine Wärmebrücke am Fensterumfang.

⚠️ Wenn sich Kondenswasser zwischen den Glasscheiben einer Isolierverglasung bildet, handelt es sich nicht mehr um übliche Kondensation – das Isolierglas ist wahrscheinlich beschädigt und muss ersetzt werden.

Wie lüftet man richtig?

Die einfachste und zugleich effizienteste Methode, um der Kondenswasserbildung an Fenstern entgegenzuwirken, ist regelmäßiges und kurzes Lüften. Anstatt das Fenster lange Zeit offen zu lassen, öffnen Sie es einfach für 3–5 Minuten weit, idealerweise dreimal täglich, insbesondere nach dem Duschen und Kochen oder morgens nach dem Aufwachen. So wird die Luft ausgetauscht, die Wände werden aber nicht gekühlt.

Bei neuen, gut dichtenden Fenstern empfiehlt sich die Installation eines Lüftungsgitters oder automatischer Feuchtigkeitssensoren – sie helfen dabei, dass es im Raum frische Luft gibt, ohne dass das Fenster manuell geöffnet werden muss.

Wie Fensterbeschattung hilft

Die richtig gewählte Fensterbeschattung hat einen größeren Einfluss auf die Kondensation, als man denken würde. Außenjalousien, Außenrollos oder Screenrollos tragen zur Temperaturstabilität der Fensterscheiben bei – im Sommer schützen sie vor Überhitzung, im Winter reduzieren sie den Wärmeverlust und damit das Risiko der Abkühlung der Fensterscheiben.

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Wie lässt sich die Feuchtigkeit im Innenraum reduzieren?

Die ideale Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung liegt zwischen 40 und 50 %. Höhere Werte bedeuten ein höheres Risiko von Kondensation und Schimmelbildung. 

Hier sind einige einfache Tipps, um die Luftfeuchtigkeit im Griff zu behalten:

  • Verwenden Sie beim Kochen eine Dunstabzugshaube und einen Lüfter,
  • Trocknen Sie Wäsche nicht in der Wohnung ohne Belüftung,
  • Stellen Sie Möbel nicht direkt an die Wände,
  • Sorgen Sie für geeignete Beschattung an Ihren Fenstern,
  • Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer,
  • Verwenden Sie bei Bedarf einen Luftentfeuchter.

Wenn die Luftfeuchtigkeit trotz dieser Maßnahmen hoch bleibt, liegt das Problem möglicherweise in einem unzureichenden Luftaustausch oder einer mangelhaften Wärmedämmung des Gebäudes.

Wann sollte man aufmerksam werden und einen Fachmann zu Rate ziehen?

Sie sollten aufmerksam werden, wenn Ihre Fenster zwischen den Glasscheiben beschlagen oder sich dunkle Flecken oder Schimmel am Rahmen bilden. Dies deutet in der Regel auf eine fehlerhafte Dichtung oder eine unsachgemäße Montage hin. In solchen Fällen empfiehlt es sich, Fachleute zu kontaktieren, die den Zustand der Rahmen, des Isolierglases und die Dichtheit der Fugen überprüfen.

Kondenswasser an Fenstern ist nicht nur ein kleines ästhetisches Ärgernis, sondern ein Anzeichen dafür, dass der Raum zu feucht ist oder der Luftaustausch unzureichend ist. Die grundlegende Lösung ist dabei einfach: Regelmäßig lüften, für optimale Luftfeuchtigkeit sorgen, die Luftströmung an den Fenstern nicht behindern und geeignete Beschattung von Fenstern verwenden, um den thermischen Komfort zu verbessern und Energieverluste zu vermindern.

FAQs

1. Warum beschlagen Fenster und wann ist das ein Problem?

Warum beschlagen Fenster? Die häufigste Ursache ist hohe Luftfeuchtigkeit und unzureichender Luftaustausch in der Wohnung. Warme, feuchte Luft kondensiert an kaltem Glas, wo sich Kondenswasser bildet. Wenn das Kondenswasser häufig oder über einen längeren Zeitraum auftritt, kann dies zu Schimmelbildung an den Fenstern und Schäden an den Rahmen führen.

2. Wie lässt sich Kondenswasserbildung an Fenstern im Winter vermeiden?

Kondenswasser an Fenstern im Winter entsteht oft durch unrichtige Lüftung oder eine blockierte Wärmeströmung vom Heizkörper. Dreimal tägliches, kurzes, intensives Lüften, ausreichendes Heizen und die freie Zufuhr warmer Luft an die Fenster helfen. Eine langfristige Lösung bietet eine geeignet gewählte Beschattung oder ein Lüftungsgitter im Fenster, das auch bei geschlossenem Fenster für eine kontinuierliche Frischluftzufuhr sorgt.

3. Wie kann man die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung senken und der Schimmelbildung an den Fenstern vorbeugen?

Die ideale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt bei 40–50 %. Höhere Werte erhöhen das Risiko von Kondenswasserbildung und Schimmelbildung an den Fenstern. Es hilft, beim Kochen eine Dunstabzugshaube zu verwenden und nach dem Duschen zu lüften, Wäsche in der Wohnung nicht bei geschlossenem Fenster zu trocknen, die Temperatur um die Fenster herum konstant zu halten und bei Bedarf einen Luftentfeuchter oder natürliche Belüftung der Wohnung zu nutzen. Eine richtige Luftzirkulation ist die effizienteste Vorbeugung der Schimmelbildung.

4. Was bedeutet Kondenswasserbildung zwischen Fensterscheiben?

Wenn sich Kondenswasser zwischen den Fensterscheiben bildet, liegt das nicht an der Luftfeuchtigkeit im Raum, sondern an einem Defekt des Isolierglases. Die Dichtung ist wahrscheinlich beschädigt und der Zwischenraum zwischen den Glasscheiben hat seine Wärmedämmfähigkeit verloren. In diesem Fall helfen nur eine professionelle Wartung und Instandhaltung der Fenster oder der Austausch der Verglasung.

5. Wie häufig sollten Fenster wegen der Feuchtigkeit gepflegt und instandgesetzt werden?

Es wird empfohlen, den Zustand von Dichtungen, Beschlägen und Entwässerungslöchern mindestens einmal jährlich zu überprüfen. Regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Fenster verlängern deren Nutzungsdauer und verringern das Risiko von Kondenswasserbildung und Schimmelbildung. Richtig installierte Fenster und rechtzeitige Inspektionen sind der Schlüssel zu einer effizienten Schimmelvorbeugung und einem gesunden Raumklima in der Wohnung.

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